TECHNIK

Stoßdämpfer


Stoßdämpfer werden im Wesentlichen in zwei Gruppen unterteilt:

Zweirohrdämpfer und Einrohrdämpfer

Stoßdämpfer: Aufgabe und Funktion

Ein Stoßdämpfer reduziert und bremst Schwingungen der Feder ab. Fachlich richtig heißt er deshalb Schwingungsdämpfer.

Der Schwingungsdämpfer wandelt die Bewegungsenergie durch Flüssigkeitsreibung in Wärmeenergie um. Das geschieht, indem im Inneren des Dämpfers durch die Ventildurchgänge der Durchfluss des Öls gebremst wird.

Die Ventildurchgänge im Stoßdämpfer sind so gewählt, dass die auftretenden Schwingungen der Feder direkt im Ansatz reduziert werden. Dabei kann der Dämpfer sich auf bis zu 100 - 120°C erwärmen.


Wie funktioniert ein Einrohrdämpfer?


Der Druckhub

Im Gegensatz zu dem Zweirohrdämpfer hat die Einrohrausführung kein Behälterrohr.

Gas (blau) und Öl (gelb) werden getrennt durch einen Trennkolben.

Beim Eindrücken der Kolbenstange wird auch der Trennkolben an der Kolbenstange nach unten gedrückt, wodurch der Druck im Gas- als auch im Ölteil etwas zunimmt. Auch wird das ül unter dem Kolben durch den Kolben gedrückt. Der Widerstand, der hierbei entsteht, bildet die Druckhubdämpfung.

Der Zughub

Beim Ausziehen der Kolbenstange wird das Öl zwischen dem Kolben und der Führung durch den Kolben gepresst. Der hierbei entstandene Widerstand bildet die Zughubdämpfung des Stoßdämpfers.

 

(gezeigt hier an einem Schnittmodell eines Sportstoßdämpfers von Koni)

Die wichtigsten Teile sind:

- der Arbeitszylinder, auch Dämpfergehäuse genannt (5)

- der Kolben (2) mit einer Kolbenstange (1)

- der Trennkolben (15)

- die Kolbenstangenführung (3)


Wie funktioniert ein Zweirohrdämpfer?


Der Druckhub

Wenn die Kolbenstange eingedrückt wird, fließt Öl ohne Widerstand unterhalb des Kolbens durch die Bohrungen A, B, C und D in dem Einwegventil (19) zu dem größer gewordenen Raum oberhalb des Kolbens. Zur gleichen Zeit wird eine gewisse Menge Öl von dem Volumen der Kolbenstange, die in den Zylinder eindringt, weggedrückt. Dieses Ölvolumen wird durch das Bodenventil in das Behälterrohr gepresst (gefüllt mit Luft 1 Bar) oder Stickstoffgas (4 bis 8 Bar). Der Widerstand, der durch das Öl bei der Passage durch das Bodenventil entgegengesetzt wird, erzeugt die Druckstufendämpfung.

Der Zughub

Wenn die Kolbenstange ausgezogen wird, kommt das Öl oberhalb des Kolbens unter Druck und wird durch den Kolben gepresst. Der Widerstand, der durch das äl bei der Passage durch den Kolben entsteht, erzeugt die Zughubdämpfung des Stoßdämpfers.

 

Die wichtigsten Teile sind:

- das äußere Rohr, auch Behälterrohr genannt (6)

- das innere Rohr, auch Zylinder genannt (5)

- ein Kolben (2) mit einer Kolbenstange (1)

- ein Bodenventil (7)

- die Kolbenstangenführung (3)

 

(gezeigt an Schnittmodell eines KONI Zweirohrdämpfers)